Achtzig Jahre Frieden in Deutschland und leider nicht in ganz Europa. In der Ukraine tobt seit Jahren der russische Angriffskrieg. Auch in anderen Weltregionen gibt es Kriege. Das UN-Nachhaltigkeitsziel 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ muss auch in Deutschland ständig verteidigt werden. Das war der Anlass, das Theater Sonni Maier an die Kreuzburgschule einzuladen. Sonni Maier ging zunächst darauf ein, warum es überhaupt Kriege gibt. Dann stellte sie „Propaganda“ vor, mit der die Meinungen, Einstellungen und das Verhalten von Menschen beeinflusst werden sollen. „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit“ sagte Arthur Ponsonby (1871-1946). Um Propaganda zu durchschauen, hat sie die 10 Prinzipien der Kriegspropaganda vorgestellt, die Ponsonby bereits im ersten Weltkrieg beobachtete. Dann zeigte sie einen Konflikt auf, der im Alltag von Schülerinnen passieren kann. Das Wichtigste war dann, wie der Konflikt gelöst werden kann. Zunächst sollte man sich überlegen, wie der Konflikt entstanden ist. Dann sollte man sich mal in die Lage seines „Gegners“ versetzen und sich fragen, welche Gefühle bei ihm eine Rolle spielen könnten, die Ursache für den Konflikt sein könnten. Jetzt kann man sich überlegen, was eine gemeinsame Lösung sein könnte. Mit diesem Lösungsvorschlag sollte man dann auf den anderen zugehen. Wenn man sich nicht allein traut, kann man sich auch Unterstützung z.B. von einer Vertrauensperson, dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin oder auch bei der Schulleitung holen. Die Kombination aus Schauspiel, Musik und Faktenvermittlung machte die Veranstaltung zu einer tollen Unterrichtseinheit! Vielen Dank an unsere Lehrerinnen und Lehrer, dass wir teilnehmen konnten, den Schulförderverein für die Unterstützung und auch an das Fairtrade Schoolteam.
Horst Winter